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On this page president R. Dufour and other members of the SDB will comment on current developments. In addition to the views of the members of the foundation, you will also find outlines of recent developments. Landbote
10.11.08 Auch
in Holland ist Kiffen nur halb legal den
Haag - Die Niederlande werden ein begehrtes Reiseziel für Schweizer
Drogenexperten und Politiker sein, falls das Volk am 30. November der
Initiative "für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem
Jugendschutz" zustimmen sollte. Denn die Niederlande kommen mit ihrer
30 Jahre alten Toleranz für Cannabis der angestrebten Legalisierung
am nächsten.Die meisten Touristen, die in den berühmten "Coffee
Shops" die Menukarten mit Dutzenden von Gras- und Haschsorten studieren,
halten den Cannabiskonsum in den Niederlanden wohl für legal - zu
Unrecht. Er ist gesetzlich verboten, wird aber nach klaren Regeln in kleinem
Umfang toleriert: Wer bis zu fünf Gramm Cannabis oder fünf Hanfpflanzen
besitzt, den lässt die Polizei in Ruhe.In der Praxis ist damit die
Forderung der Schweizer Volksinitiative nach straffreiem Konsum und Eigenanbau
in den Niederlanden erfüllt - und auch kaum umstritten. Mehr Cannabis
wird deshalb dort laut den neuesten EU-Zahlen nicht konsumiert. Bei den
15- bis 24-Jährigen zum Beispiel liegt der Anteil derjenigen, die
mindestens einmal gekifft haben, in den Niederlanden mit 28 Prozent sogar
leicht unter dem EU-Durchschnitt von 31 Prozent.Doch bereits die Coffee
Shops sind in den Niederlanden teilweise umstritten und befinden sich
in einer ungemütlichen Grauzone: Inoffizielle, aber klare Kriterien
gibt es nur für den Verkauf. So dürfen etwa nur über 18-jährige
Kunden bedient werden. Ihre Ware aber müssen die Shops zwangsläufig
auf einem Markt beschaffen, der eindeutig illegal ist. Denn der kommerzielle
Anbau von Cannabis wird auch in den Niederlanden strafrechtlich verfolgt.Für
die niederländische Stiftung für Drogenpolitik, in der Praktiker
wie Richter oder Sozialarbeiter ebenso vertreten sind wie Politiker, ist
die holländische Drogenpolitik auf halbem Weg stecken geblieben.
"Man muss die Legalisierung von Cannabis konsequent zu Ende führen",
fordert Raimond Dufour, Anwalt und Stiftungspräsident. "Dies
würde die Coffee Shops aus der paradoxen Lage befreien, dass sie
an der Vordertüre Cannabis verkaufen können, aber die Ware an
der Hintertüre eigentlich gar nicht kaufen dürfen."Klare
Trennlinie ziehen Nach den Vorstellungen der Stiftung sollte der Anbau
für den Bedarf der Shops unter strenger staatlicher Kontrolle erlaubt
werden. "So könnte man die Coffee Shops und die Produzenten
endlich aus dem Umfeld der Drogenmafia herausholen", sagt Dufour.
"Wer sich nicht an die staatlichen Auflagen hält, dem würde
der Staat die Geschäftslizenz entziehen." Etwas Ähnliches
sieht auch die Schweizer Hanfinitiative vor: Der Bund müsste laut
Initiativtext den Anbau und Handel mit Cannabis staatlich regeln.Fraglich
ist allerdings, ob mit einer solchen Legalisierung der Anreiz für
die illegale Produktion verschwinden würde. Immerhin schätzt
die niederländische Polizei, dass der illegale Hanfanbau jährlich
zwei Milliarden Euro einbringt. Zum Vergleich: Der niederländische
Gartenbau mit seinen riesigen Tulpenfeldern erwirtschaftet nicht einmal
das Dreifache. Die Legalisierung mache dennoch Sinn, betont Dufour: "Die
Polizei könnte bei einer klaren Trennlinie zwischen legaler und illegaler
Produktion sehr viel effizienter gegen den kriminellen Sektor vorgehen."In
den Niederlanden hat eine echte Cannabis-Legalisierung gegenwärtig
jedoch nur geringe Chancen. Im Grenzgebiet steigt der Unmut über
die ausländischen Cannabistouristen. "Das führt zu vielen
Belästigungen und es gibt Verbindungen zur Illegalität",
beklagte etwa der Bürgermeister der Kleinstadt Bergen op Zoom nahe
der belgischen Grenze - und schloss alle Coffee Shops. Dasselbe tat die
Nachbarstadt Roosendaal. Einen Cannabistourismus möchten allerdings
auch die Initianten der Schweizer Hanf-Initiative verhindern: Gemäss
ihrem Modell sollen nur Erwachsene mit Wohnsitz in der Schweiz Cannabis
für den Eigenbedarf kaufen dürfen. *** 1. Comment R. Dufour on the recent national election campaigns: A giant step towards safety Safety
was the main theme of the recent election campaigns of most Dutch political
parties. There was, however, a deafening silence on the part of all party
leaders about the key to fast improvement of the situation, namely changing
the "prohibition" of our times, i.e. the ban on drugs, into
a sensible form of regulation. During the Prohibition Years in the US, the period roughly between 1925-1935, the nation-wide ban on alcohol caused the rise of Al Capone and other Mafia bosses in cities like Chicago and New York. There too, safety became a main issue for concern. How would we now judge the politicians there who made a great song and dance about the fight against crime, but said nothing about the ban on alcohol and its effects ? Now
the fascinating thing about drugs is that they present a hugely underestimated
yet enormous problem facing society, which at the same time is so easy
to solve. A unique phenomenon these days, is it not? All
of this could be done by our country independently, by making use of the
expediency principle. On the basis of this principle our country has been
allowing the sale of soft drugs in coffee shops for over 25 years now. Raimond
Dufour |
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Actualized on Fri, 19 December, 2008 |